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In der Raki-Brennerei

Eigentlich hat ja unsere Arbeit wieder begonnen, auch wenn wir noch auf Kreta sind. Unser Gastgeber ist aber unermüdlich, wenn es darum geht, neue Fotoprojekte für mich zu organisieren. Das ist übrigens unser super netter Gastgeber, der über AirBnB unter “Father’s House” zu finden ist.

Also ging es gestern in die Berge zu einer Raki-Brennerei. Die Begrüßung war wie immer herzlich und die Raki-Produktion war schon in vollen Gange. Im holzbeheizten Kessel kochten schon die vergorenen Trauben.

Ein kleines Schild mit vielen Einschusslöchern erinnerte mich wieder daran, dass ich auf Kreta bin. Gerade in den Bergen gibt es kaum ein Straßenschild, dass nicht als Zielscheibe hergehalten hat.

Als ich ankam, war gerade eine Charge Raki fast fertig gestellt worden und die nächste Charge wurde vorbereitet. Dazu wird das Rohr am Kessel, durch welches der Dampf aus der heißen Maische in den eigentlichen Brenner geleitet wird, entfernt. Dampfwolken stiegen auf und ein aromatischer Duft lag in der Luft.

Danach wird die Haube des Kessels entfernt und die brodelnde Maische kommt zum Vorschein, die mit einer Mistgabel aus dem Kessel geholt wird.

Als letztes wird ein thymianartiges Kraut aus dem Kessel geholt, was als unterste Schicht die Maische vor de Anbrennen schützt.

Der Kessel wird sauber mit klarem Wasser ausgespült…

…und mit neuer Maische befüllt.

Dann wird der Kessel wieder fest verschlossen und die Haube mit dem Rohr für den Dampf wird angebracht.

Während alles vor sich hin köchelt, werden als Snack heiße Kastanien gereicht, die im Ofen am offenen Feuer gebacken werden. Super lecker!

Inzwischen dampft es kräftig aus dem Destilationsgerät…

…während der fertige, noch nicht gefilterte Raki in die bereitgestellten Fässer fließt.

Obwohl der Raki glasklar erscheint, wird er noch einmal gefiltert. Aber vorher wird noch der Alkoholgehalt geprüft.

Wurde der Raki für gut befunden, wird er aus den Kanistern in “handliche” 5-Liter-Flaschen abgefüllt.

Mittlerweile ist es dunkel geworden und einige Leute aus dem Dorf kamen hoch in die Brennerei. Wie immer wurde mit vielen Freunden richtig gut gegessen und getrunken. Berge von Fleisch und Würsten lagen auf dem Grill.

Die Brennerei hatte übrigens eine offizielle Lizenz. So eine Lizenz muss hier jedes Jahr erneuert werden.

Im nächsten Blogbeitrag geht es zum Ziegen melken und in eine Käserei, die traditionellen kretischen Käse herstellt.

Veröffentlicht in Gerds Fotoblog Kreta 2018 Reiseblogs

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