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Von der Milch zum Käse

Gestern stand  meiner Ausflug mit Vater Nicolaus ganz im Zeichen der Milch und des Käses. Ich bin eingeweiht worden in die Milch- und Käseproduktion. Das wahr sehr spannend und auch sehr bekömmlich, denn wie immer gab es auch gut zu essen.

Gestartet haben wir unsere Fototour auf der Farm des Agrogiali. Das ist ein wirklich sehr gutes Restaurant, etwas außerhalb von Kissamos. Hier gibt es vor allem Fisch von einheimischen Fischern. Alles Andere kommt von der eigenen Bio-Farm.

Gleich nach unserer Ankunft im Ziegenstall wurde ich neugierig beäugt.

Da wusste die Ziege noch nicht, dass sie gleich gemolken wird.

In dieser Jahreszeit geben die Ziegen nur einen halben Liter Milch am Tag, weil sich sich auf die Geburt der Zicklein vorbereiten. Ab Januar gibt dann jede Ziege wieder zwei Liter Milch am Tag.

Eine halbe Stunde Autofahrt durch kretische Dörfer – und wir waren bei der Käserei Afoi Papagiannaki angekommen.

Der LKW war gerade von seiner Tour durch die Dörfer zurückgekehrt und voll beladen mit Ziegenmilch.

Diese wird erst einmal in große Edelstahlbehälter gepumpt und pasteurisiert.

Dafür gibt es ein kompliziertes Geflecht aus Rohren und Behältern.

Als wir ankamen war eine Ladung Käse fast schon fertig.

Ein Rührwerk durchmischt die Milch und eine halbe Stunde später ist der Käse fertig. Dabei wird die Milch mit Dampf je nach Art des Käses auf 50-80 Grad Celsius erwärmt.

Dabei werden immer wieder auf der Oberfläche schwimmende Verunreinigungen und überschüssiges Salz abgeschöpft.

Mit Leinentüchern wird der Käse von der zurückbleibenden Molke getrennt.

Je nach Sorte kommt der Käse in rechteckige Kisten oder runde Formen.

Der Käse sieht dann so aus:

Hier sieht er noch wie ein Frischkäse aus und schmeckt auch fast so – nur etwas sahniger.

Die überflüssige Molke fließt in ein Fass und wird entsorgt.

Um die viele Molke, die der Käse enthält zu entfernen, gibt es eine Presse.

Schnell wurde eine weitere Ladung Milch (500 Liter) durch ein Tuch in den Behälter gegeben, um einen traditionellen Ziegen-Frischkäse zu produzieren. Bei dem wird die Milch auf 80 Grad Celsius erhitzt.

Eine halbe Stunde später wurde der Käse in die typische Form eines abgeschnittenen Käses gegeben.

Heißer Dampf stieg auf und machte das Fotografieren fast unmöglich. Alles, was aus Glas war, beschlug sofort.

Damit war die Vorführung der Käseproduktion beendet.

In den gekühlten Lagerräumen reift dann der Käse ein bis 6 Monate (Graviera), bevor er in den Verkauf kommt.

Diese kleine Käserei mit nur sieben Mitarbeitern produziert im Jahr ca. 1200 Tonnen Käse aus Ziegen- und Schafsmilch. Dabei kann aber nicht das ganze Jahr gearbeitet werden, denn wenn die Tiere Junge haben, gibt es keine Milch. Von August bis Oktober läuft da gar nichts.

Übrigens wird auf Kreta kein Käse aus Kuhmilch hergestellt, sondern nur aus Ziegen- und Schafsmilch. Ich selbst habe auch nirgendwo eine Kuh gesehen.

Demnächst wird es wieder einen Blog von einer Wanderung geben. Bis dahin: Tschüß!

 

 

 

 

Veröffentlicht in Gerds Fotoblog Kreta 2018 Reiseblogs

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