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Kinder im Studio

Letztes Wochenende hatte ich einen kleinen Knirps mit seiner Mutter bei mir im Studio. Ich wusste, dass der kleine Junge erst zwei Jahre alt war. Alles von Begeisterung bis Totalverweigerung war also möglich.

Vorsorglich hatte ich einiges Spielzeug in mein Studio gebracht, was sich als sehr sinnvoll herausstellen sollte. Zum Einen ist es eine nette Requisite bei der Fotografie von Kindern und zum Anderen lenkt es die Kinder vom Geschehen ab, so dass sich mehr Möglichkeiten zu Bildern ergeben.

Wenn man geschickt mit Kindern ist und auch etwas Glück hat, kann sich schnell eine Beziehung zum Kind entwickeln. Der kleine war völlig fasziniert von den Blitzen. Das habe ich dann gleich genutzt, um dieses Foto zu schießen.

Das schöne bei kleinen Kindern ist, dass sie noch wunderbar klare und ausdrucksstarke Augen haben, die ganz neugierig in die Welt blicken. Ein etwas schwieriger Aspekt ist, dass es keine Fotomodelle sind, denen man sagen kann, was sie tun sollen. Die kleinen wuseln von einer Ecke in die andere und scheren sich kein bisschen um die Lichtsetzung, über die sich der Fotograf vor dem Shooting den Kopf zerbrochen hat. Aber auch daraus können schöne Schnappschüsse entstehen, deren Stärke nicht in der technischen Perfektion, sondern durch einen ganz besonderen Augenblick entsteht. So zum Beispiel, als mir der Kleine ein Spielzeug zeigen wollte, was er gerade entdeckt hatte.

Solche Bilder bedürfen dann in der Regel einiger Nacharbeit, weil das Licht ja ganz woanders hingeleuchtet hat oder das Kind viel zu nah am Blitz war.

Noch solch ein Schnappschuss, ist mir gelungen, als mein Model voller Freude seinen Lieblingsteddy zu seiner Mutter bringen wollte.

Was ist also bei der Fotografie von kleinen Kindern zu beachten?

Am wichtigsten ist, eine Beziehung zum Kind aufzubauen. Das gelingt leichter, wenn man altersgerechtes Spielzeug dabei hat. Auch ein Buch zum Vorlesen, hilft gegen den Stress im Studio.

Ausreichend Zeit sollte man auf jeden Fall einplanen. Wir hatten eine Stunde für zehn Bilder. Kinder brauchen Zeit, um sich auf die Situation einzulassen.

Das Studio sollte großflächig mit großen Softboxen ausgeleuchtet sein, denn Kinder kann man selten an einem festen Platz halten. Statt einem geordneten Model-Shooting, sollte man sich eher auf ein spielerisches Festhalten von Situationen konzentrieren und dabei immer mit dem Kind in Kontakt bleiben.

Die Kamera sollte vor dem Shooting eingestellt sein. Während des Shootings ist dazu keine Zeit und Gelegenheit mehr. Die Belichtung am Besten im mittleren Blendenbereich halten.

Mir hat das 50mm-Objektiv sehr geholfen. Es lässt dem Kind genug Bewegungsfreiheit durch einen größeren Bildausschnitt, als mit einem leichten Tele.

Also: Wenn Ihr mal schöne Kinderfotos braucht, dann kommt doch einfach mal vorbei. Ich freue mich auf Euch.

 

 

Veröffentlicht in Gerds Fotoblog

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