Gerds Fotoblog

verschiedene Fotoblogs von Gerd

Kinder im Studio

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Letztes Wochenende hatte ich einen kleinen Knirps mit seiner Mutter bei mir im Studio. Ich wusste, dass der kleine Junge erst zwei Jahre alt war. Alles von Begeisterung bis Totalverweigerung war also möglich.

Vorsorglich hatte ich einiges Spielzeug in mein Studio gebracht, was sich als sehr sinnvoll herausstellen sollte. Zum Einen ist es eine nette Requisite bei der Fotografie von Kindern und zum Anderen lenkt es die Kinder vom Geschehen ab, so dass sich mehr Möglichkeiten zu Bildern ergeben.

Wenn man geschickt mit Kindern ist und auch etwas Glück hat, kann sich schnell eine Beziehung zum Kind entwickeln. Der kleine war völlig fasziniert von den Blitzen. Das habe ich dann gleich genutzt, um dieses Foto zu schießen.

Das schöne bei kleinen Kindern ist, dass sie noch wunderbar klare und ausdrucksstarke Augen haben, die ganz neugierig in die Welt blicken. Ein etwas schwieriger Aspekt ist, dass es keine Fotomodelle sind, denen man sagen kann, was sie tun sollen. Die kleinen wuseln von einer Ecke in die andere und scheren sich kein bisschen um die Lichtsetzung, über die sich der Fotograf vor dem Shooting den Kopf zerbrochen hat. Aber auch daraus können schöne Schnappschüsse entstehen, deren Stärke nicht in der technischen Perfektion, sondern durch einen ganz besonderen Augenblick entsteht. So zum Beispiel, als mir der Kleine ein Spielzeug zeigen wollte, was er gerade entdeckt hatte.

Solche Bilder bedürfen dann in der Regel einiger Nacharbeit, weil das Licht ja ganz woanders hingeleuchtet hat oder das Kind viel zu nah am Blitz war.

Noch solch ein Schnappschuss, ist mir gelungen, als mein Model voller Freude seinen Lieblingsteddy zu seiner Mutter bringen wollte.

Was ist also bei der Fotografie von kleinen Kindern zu beachten?

Am wichtigsten ist, eine Beziehung zum Kind aufzubauen. Das gelingt leichter, wenn man altersgerechtes Spielzeug dabei hat. Auch ein Buch zum Vorlesen, hilft gegen den Stress im Studio.

Ausreichend Zeit sollte man auf jeden Fall einplanen. Wir hatten eine Stunde für zehn Bilder. Kinder brauchen Zeit, um sich auf die Situation einzulassen.

Das Studio sollte großflächig mit großen Softboxen ausgeleuchtet sein, denn Kinder kann man selten an einem festen Platz halten. Statt einem geordneten Model-Shooting, sollte man sich eher auf ein spielerisches Festhalten von Situationen konzentrieren und dabei immer mit dem Kind in Kontakt bleiben.

Die Kamera sollte vor dem Shooting eingestellt sein. Während des Shootings ist dazu keine Zeit und Gelegenheit mehr. Die Belichtung am Besten im mittleren Blendenbereich halten.

Mir hat das 50mm-Objektiv sehr geholfen. Es lässt dem Kind genug Bewegungsfreiheit durch einen größeren Bildausschnitt, als mit einem leichten Tele.

Also: Wenn Ihr mal schöne Kinderfotos braucht, dann kommt doch einfach mal vorbei. Ich freue mich auf Euch.

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Nürnberg Altstadt

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Nachdem ich jetzt schon 2 /1/2 Wochen beruflich in Nürnberg bin, musste ich heute bei dem schönen Wetter mal in die Altstadt und ein paar Postkartenfotos schießen.

Ein guter Platz zum Start in die Altstadt ist die U-Bahnstation Lorenz Kirche. Von dort aus ist man ganz schnell in der Haupt-Einkaufsstraße und an der gleichnamigen Kirche.

Bald darauf überquert man, wenn man zur Burg möchte, die Pegnitz. Hier bietet sich ein schöner Blick in die Stadt.

Weiter durch die Altstadt geht es etwas aufwärts und nach 10-15 Minuten ist man am Fuß der Burg. Hier beten sich Felsen als ideale Klettermöglichkeit für Kinder an, was auch gerne genutzt wird.

Weiter geht es aufwärts zum Eingang der Burg.

Das Gelände der Burg ist sehr weitläufig. Überall stößt man auf historische Gebäude.

Der Weg zurück in die Altstadt führt an wunderschönen Fachwerkhäusern vorbei.

Sehenswert ist auch die Sebalduskirche, die im zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört- und danach fast originalgetreu wieder aufgebaut wurde.

Das soll es für heute gewesen sein. Wenn Ihr Tipps für schöne Sehenswürdigkeiten habt, dann meldet Euch bei mir. Vielleicht wird ja ein Blogpost daraus.

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Alternativen zur Adobe Creative Cloud für Fotografen

Ein paar einleitende Worte

Ich habe mich ja schon in einem früheren Artikel zum Teil kritisch mit Adobe und seinem Abo-Modell auseinandergesetzt. Das letzte Release von Lightroom CC und Lightroom Classic CC hat bei mir das Fass zum Überlaufen gebracht. Lightroom gibts jetzt nur noch zur Miete. Das bedeutet, wenn ich mit meinen Bildern arbeiten will, muss ich dauerhaft an Adobe zahlen. eine Kaufversion von Lightroom wird nicht mehr angeboten. Das ich damit für den Rest meines Fotografenlebens auf Gedeih und Verderb Adobe ausgeliefert bin, scheint beabsichtigt zu sein. Zahlende Kunden, sind gute Kunden.

Der nächste Schritt wird mit Lightroom CC, welches als „Die Zukunft der Fotografie“ von Adobe gepusht wird (in Wirklichkeit aber nur Stückwerk ist), schon vorbereitet: Man ist nicht nur an ein Abo-Modell gebunden, sondern auch alle Bilder und der Katalog liegen in der Cloud – und für den Speicherplatz zahlt man monatlich (eine Kopie des Katalogs befindet sich noch auf dem lokalen Rechner). Mal abgesehen davon, dass dies bei professioneller Fotografie, wo pro Woche schon mal mehrere tausend Bilder anfallen können, ein finanzieller Selbstmord wäre, will ich gar nicht, dass z.B. Bilder, mit teils auch mit sensiblen Inhalten, in einer Cloud liegen, bei der ich keinerlei Kontrolle darüber habe, wer alles Zugriff darauf hat. Ich nenne hier nur mal das Thema Aktfotografie als Beispiel. Klar ist, dass Adobe mit KI-Algorithmen die Bilder im Hintergrund verschlagwortet, sich also meinen gesamten Bildbestand anschaut. Wenn das eine Maschine kann, dann kann das mindestens auch der Administrator des Systems. Verkauft wird das alles als Arbeitserleichterung für den Fotografen, was ja auch stimmt. Aber wer hindert Adobe eigentlich daran, solche KI-Funktionen auf dem lokalen Rechner zu implementieren? Sowas läuft heute schon auf jedem besseren Smartphone.Ein Viertel der Festplatte meines Rechners wird standardmäßig als Cache von Lightroom CC verwendet. Der Rest liegt in der Cloud. Was das für die Arbeitsgeschwingdigkeit bei großen Projekten bedeutet, dann sich wohl jeder vorstellen. Mobiles Arbeiten kann man dann praktisch ganz vergessen, wenn man keine unlimitierte Datenflat- (in Deutschland wohl eher die Ausnahme) und eine super Internetverbindung hat.Im Verkäufer-Jargon nennt man so etwas Kundenbindung. Ich nenne das Knebelung oder besser noch moderne Sklaverei. Adobe ist ein leuchtendes Beispiel für kapitalistische Profitgier, frei von allen ethischen Einschränkungen. Solche Firmen kann man am besten stoppen, wenn man sie da trifft, wo es ihnen am meisten weh tut: Nichts mehr von denen kaufen. Also: Finger weg von Adobe!

Zum Glück gibt es Alternativen zu Adobe, auf die ich hier anhand meines eigenen fotografischen Workflows eingehen möchte.

Mein fotografischer Workflow ohne Adobe-Software

Meine RAW-Fotos importiere ich in Capture One. Wenn ich unterwegs bin und nur einen iPad zur Verfügung habe, landen meine RAW-Fotos dort und werden von der App PhotoSync über WebDAV auf mein NAS zu Hause übertragen und automatisch auf meinem iPad gelöscht. Damit habe ich eine Datensicherung unterwegs und spare Speicherplatz auf meinem iPad. Ich übertrage die Dateien in ein privates Verzeichnis meiner Synology Photostation. Damit habe ich auch unterwegs immer einen Katalog meiner Bilder auf iPad und iPhone, denn die Synology Photostation erstellt Vorschauen der RAW-Photos.

Da Capture One noch nicht meine Olympus E-PL8 unterstützt, konvertiere ich diese RAW-Dateien mit dem kostenlosen Adobe DNG-Konverter in das DNG-Format. Damit kann dann auch Capture One umgehen.

Grundsätzlich finden sich alle meine RAW-Dateien in Capture One wieder und werden dort entwickelt. Wenn ich unterwegs RAW-Dateien entwickeln muss (z.B. Für meinen Blog), mache ich das auf dem iPad mit Affinity Photo oder auf meinem iPhone mit Snapseed.

Alle fertig bearbeiteten Fotos werden als JPG zur Synology Photostation exportiert. So habe ich die Bilder immer dabei. Auch die RAW-Fotos, die ich aus Performancegründen zum Entwickeln auf einer externen SSD habe, werden nach der Bearbeitung auf mein NAS in die Photostation verschoben. So habe ich die RAW’s und die fertigen Bilder immer und überall zur Verfügung. Mein Capture One-Katalog liegt auf meinem Notebook.

Meine Alternative zu Photoshop ist Affinity Photo, welches für Mac und Windows angeboten wird. Für den Fotografen bietet diese Software alles, was man benötigt. Das geht bei der RAW-Entwicklung los, geht über HDR, Panorama und Focusstacking bis hin zu den von Photoshop bekannten Werkzeugen für Korrektur, Retusche und Bildmanipulation. Ich habe für meine Arbeit bisher noch kein Tool aus Photoshop wirklich vermisst. Affinity Photo kann auch als Anwendung in Capture One eingebunden werden, sodass bearbeitete Fotos als Variante in der Capture One-Bibliothek vorhanden sind. Zudem ist es im Vergleich zu Photoshop unschlagbar günstig.Noch ein Wort zur Veröffentlichung der Bilder. Auch hier bietet Adobe einiges an Software und Webdiensten an. Ich habe die beste Erfahrung mit WordPress gemacht. Damit kann ich meine Website auf meinem Mac, iPad und selbst auf meinem iPhone pflegen und bin völlig frei von einem Abo-Zwang. WordPress wird von vielen Internetprovidern unterstützt und läuft auch auf den verschiedensten NAS-Systemen, kann also auch selbst gehostet werden. WordPress ist modular und um Lichtjahre den Adobe-Produkten „Portfolio“ oder Spark voraus.

Fazit

Um einen professionellen Fotoworkflow ohne Abo-Zwang realisieren zu können, der auch dem Anspruch einer mobilen Arbeitsweise Rechnung trägt, gibt es mit Affinity Photo und Capture One, sowie einem NAS-System, eine echte Alternative. Was fehlt, ist die Synchronisierung eines Kataloges auf ein mobiles Gerät. Hier habe ich aber die Erfahrung gemacht, dass für professionelle Aufträge ein iPad auf Grund seines begrenzten Speichers ohnehin keine Alternative zum Notebook ist. Hier kann dann Capture One mit einigen Funktionen einspringen, die für mobiles Arbeiten auf einem Notebook wirklich genial sind.

Der Zugriff auf alle entwickelte Bilder und die RAW-Dateien kann über ein NAS-System erfolgen, welches zusätzlich, wenn mehrere Platten genutzt werden, für Datensicherheit sorgt.

Also: Software von Adobe ist für Fotografen verzichtbar! Es geht auch im professionellen Umfeld ohne Adobe und Abo-Zwang.

Produktfotografie (Fashion)

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Für die meisten ist das Thema Produktfotografie eher unspannend. Aber in Zeiten von unzähligen Internetshops, die alle Bilder von ihren Produkten brauchen, lässt sich hiermit einiges Geld verdienen. Klar macht es viel mehr Spaß, mit Menschen zu arbeiten, als mit toten Gegenständen. Aber auch in der Produktfotografie gibt es einige Herausforderungen zu meistern.

Die Bilder auf dieser Seite stammen von einem Shooting für einen Onlineshop, bei dem es vor allen Dingen um sportliche Kleidung für junge Leute geht. Aufgabe war, an einer Puppe zu fotografieren. Ich hatte nicht viel Zeit zur Verfügung und musste ca. 200 Kleidungsstücke für Damen und Herren fotografieren. Mir stand ein Assistent zur Seite, der beim An- und Auskleiden der Puppe geholfen hat. So ein Assistent ist bei diesem Thema immer ein riesiger Gewinn. Oft müssen die Bilder mit Produktnummern versehen werden, was der Assistent direkt in der Bildverwaltung oder einer Tabelle, die man schon vorher erstellt hat tun kann.

Für die Beinkleider hatten wir keine freistehende Puppe. Auch hier war mein Assistent eine große Hilfe.

Der Arm auf dem Bild ist dabei kein Problem. weil die Bilder ohnehin freigestellt wurden.

Eine Herausforderung war die Darstellung des Materials. Für Detailaufnahmen war keine Zeit. Für den flauschigen Hoodie habe ich deshalb mit einem Streiflicht gearbeitet, damit die Struktur des Stoffes besser sichtbar wird.

Vorher war noch der Einsatz einer Fusselrolle dringend angeraten, die man ohnehin immer dabei haben sollte, wenn man Kleidung fotografiert oder mit bekleideten Models arbeitet. Um einen sauberen weißen Hintergrund zu erhalten, habe ich diesen mit einem separaten Blitz ausgeleuchtet. Dies erleichtert später das Freistellen, wenn es klare Kontraste zwischen Produkt und Hintergrund gibt. Ansonsten kamen eine große Softbox von frontal, schräg oben und zwei Blitze von (sehr) schräg vorn zum Einsatz, um den Hoodie auszuleuchten und das Material gut sichtbar zu machen.

Es hat einige Zeit gedauert, bis der Faltenwurf der Kleidung an der Puppe halbwegs symmetrisch war. Eng anliegende Kleidungsstücke sind da einfacher, wie auf dem nächsten Bild zu sehen ist.

Freigestellt wirkt das gleiche Shirt dann viel plastischer:

Alle hier gezeigten Bilder habe ich mit einem 50mm-Objektiv fotografiert, da diese Brennweite bei einer Vollformatkamera ungefähr der Sichtweise des menschlichen Auges entspricht. Alle Bilder sind mit Blende 16 fotografiert worden, um eine möglichst durchgängige Tiefenschärfe zu erhalten.

Problematisch war bei einigen Kleidungsstücken der Weißabgleich. Den habe ich in der Kamera schon mal auf Blitzlicht gestellt. Bei sehr farbigen Artikeln (vor allen Dingen bei viel rot) ist aber ein nachträglicher Weißabgleich am Rechner nötig gewesen. Hier ist es es immer hilfreich, das fotografierte Produkt bei der Bearbeitung vorrätig zu haben, um eine möglichst originalgetreue Farbgestaltung zu generieren. Am Ende will ja der Kunde etwas kaufen, was exakt, wie auf dem Foto auf der Shop-Website aussieht. Gerade bei Kleidung ist das ein ganz wichtiges Thema.

Das soll es für heute gewesen sein. Wenn Ihr einen Onlineshop habt, kann ich Euch gerne bei der Erstellung von Bildern dafür unterstützen. Ruft mich unter 0151/29131596 an oder schriebt mir eine Mail. Ihr könnt auch das Kontaktformular auf dieser Website benutzen.

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Bühnenfotografie

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Letztes Wochenende war wieder ein Impro-Theater-Workshop in der Akademie Reuschberg. Natürlich habe ich Fotos gemacht, was der Anlass ist, hier mal darüber zu schreiben.

Die Fotografie auf oder vor der Bühne ist eine echte Herausforderung. Die Kontraste zwischen Hell und Dunkel (Dynamikumfang) sind extrem. Dazu kommt, dass sich die Darsteller auf der Bühne oft sehr schnell bewegen. Im Improtheater kommt erschwerend hinzu, dass absolut nicht vorhersehbar ist, was als nächstes passiert. Die Bühne wird mit verschiedenenfarbigem Licht aus den unterschiedlichsten Lichtquellen beleuchtet, was einen automatischen Weißabgleich praktisch unmöglich macht. Bunte Vorhänge, Hintergründe und Kostüme gestalten die Farbgestaltung des Fotos noch schwieriger. Eine Menge Herausforderungen also, die oft ganz schnell gemeistert werden müssen.

Aber Eins nach dem Anderen. Zuerst mal zum Licht: Da sich das Licht auf der Bühne schnell und in Extremen ändert (Farbe und Helligkeit), arbeite ich oft mit der Programm- oder der Zeitautomatik. Oft stelle ich auch Belichtungszeit und Blende fest ein und fotografiere mit der ISO-Automatik. Dies setzt aber eine Kamera mit einem sehr guten Rauschverhalten voraus. Mit einer Canon EOS 5D Mark IV ist das aber meist kein Problem. Ein lichtstarkes Objektiv ist natürlich auch sehr von Nutzen. Hier muss man aber aufpassen, dass die Tiefenschärfe nicht zu klein wird. Unter eine Blende von 2.8 sollte man eher nicht gehen, wenn sich mehrere Personen auf der Bühne befinden. Für eine manuelle Belichtung bleibt kaum Zeit. Aber ich korrigiere oft nach, wenn klar ist, dass der Belichtungsmesser der Kamera keine richtigen Werte zeigt. Je nach Motiv arbeite ich mit mittenbetonter- oder Punktmessung.

Bei diesem Bild hatte ich es mit extremen Lichtverhältnissen zu tun. Der Schauspieler liegt mit einem hellen T-Shirt direkt vor einem Halogen-Spotlight und die Schauspielerin links ist ganz dunkel gekleidet und befindet sich im Schatten. Bei diesem Foto habe ich eine Blende unterbelichtet und dann in Capture One die Schatten aufgehellt und die Highlights reduziert. So konnte ich fast alle Tonwerte erhalten.  Das Bild wurde mit 1/125 s und f3.2 bei ISO 640 aufgenommen.

Für schnelle Bewegungen auf der Bühne gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder man wählt eine sehr kurze Belichtungszeit, die man über den ISO-Wert und die Blende wieder ausgleichen muss oder man stellt die Bewegung bewusst unscharf dar, um die Geschwindigkeit zu zeigen, wie auf dem Bild von der fliegenden Fee gut zu sehen ist.

Dieses Foto wurde bei ISO 200 mit 1/125s und f2.8 fotografiert.

Für den Weißabgleich habe ich hier die Bluse genutzt und dann die Farben noch etwas wärmer gemacht, weil das mehr zum Ambiente gepasst hat.

Es ist immer sinnvoll, mehrere lichtstarke Objektive dabei zu haben. Im Idealfall auf mehreren Kameras. Damit kann man ganz schnell auf unterschiedliche Szenen reagieren, denn auf der Bühne ist ein verpasster Moment unwiederbringlich verloren. Nahaufnahmen zeigen die Schauspieler mit ihrer ganzen Mimik und Gestik, was sehr reizvoll sein kann.

Aber auch Bilder der gesamten Bühne können sehr schön sein. Vor allem, wenn sich viele Schauspieler voll kostümiert präsentieren und die ganze Szene dargestellt werden soll.

Als sehr praktisch haben sich für mich eine 50 mm und eine 85 mm Festbrennweite auf zwei verschiedenen Kameras herausgestellt. Wenn man weiter von der Bühne entfernt ist, kann auch ein lichtstarkes 200er Tele sehr praktisch sein.

Ich hoffe, dass ich Euch ein paar Anregungen für die Fotografie auf der Bühne oder bei Events geben konnte. Gerne fotografiere ich auch für Euch bei Eurem ganz persönlichen Event. Schreibt mir einfach eine Nachricht auf dieser Website oder sendet eine E-Mail an info@gerd-gruhn-fotografie.de.

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Die Kameras des iPhone 8 Plus

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Vor ein par Tagen stand eine Vertragsverlängerung meines Handyvertrages an und damit auch ein neues Handy. Ich habe mich für das iPhone 8 Plus von Apple entschieden. Am interessantesten an dem Gerät finde ich die Dualkamera, über die ich in diesem Blogbeitrag schreiben möchte.

Ja, es sind wirklich zwei Kameras im iPhone 8 Plus verbaut. Eigentlich drei, denn es gibt ja auch noch die Facetime-Kamera. Die rückseitigen Kameras haben zwei verschiedenen Brennweiten. Über die Brennweite der verbauten Kameras macht Apple keine Angaben, spricht aber von einem Weitwinkel- und eine Teleobjektiv, was ich bestätigen kann. Das Weitwinkel-Objektiv hat eine Blende von 1.8 und das Teleobjektiv von 2.8.

Mit den beiden Objektiven ergeben sich ganz neue Gestaltungsmöglichkeiten bei der Fotografie mit dem Handy, da ich endlich quasi einen optischen Zoom habe, auch wenn zwei Festbrennweiten verbaut sind. Aber dazu später mehr.

Zum testen der Kameras war ich gestern mal draußen im Park und habe etwas herumgespielt. Die folgenden Bilder habe ich für den Blog nur etwas verkleinert, aber sonst unbearbeitet gelassen, abgesehen von den Bearbeitungen, welche die Software des iPhones automatisch vornimmt. Hier sind wir schon beim ersten Punkt: Die mitgelieferte Kamera-App des iPhones macht keine RAW-Fotos im DNG-Format, sondern erzeugt HEIF– bzw. JPEG-Bilder. HEIF steht für High Efficiency Image File Format und stellt einen effizienteren und qualitativ besseren Kompressionsalgorithmus als JPEG dar. HEIF ist aber noch immer eine verlustbehaftete Kompression und kein Ersatz für das RAW-Format. Wenn man dieses auf dem iPhone nutzen möchte, sind Apps von Drittanbietern nötig, wie zum Beispiel Lightroom CC für Mobilgeräte.

Übrigens bin ich gestern noch auf eine Tücke beim Import von Fotos aus der Fotos-App von Apple in Lightroom CC auf dem iPad gestoßen: Bilder, die ich im Portraitmodus der iPhone-Kamera gemacht habe, sind ohne die automatischen Bearbeitungen des iPhones in Lightroom CC gelandet, sahen also in Lightroom CC ganz anders aus, als in der Fotos-App von Apple.

Das erste Foto ist eine Aufnahme im Automatik-Modus des iPhone 8 Plus mit dem Weitwinkelobjektiv:

Alles in allem die bekannte Optik eines iPhones.

Im nächsten Bild habe ich das Teleobjektiv in der Standard-Einstellung 2x benutzt.

Deutlich der der Zoom zu sehen, der für die Bildgestaltung ein echter Gewinn ist. Auch der Hintergrund wird deutlich unscharf gezeichnet. Wohl gemerkt: Es handelt sich um einen optischen Zoom, der keinen Qualitätsverlust im Bild zur Folge hat.

Das iPhone 8 Plus bietet einen Portraitmodus mit verschiedene Möglichkeiten einer simulierten Beleuchtung. Das nächste Bild ist im Portraitmodus mit der Einstellung Natürliches Licht gemacht worden:

Hier versucht die Software des iPhones , die Person, bzw. Das Gesicht zu erkennen und zeichnet den Hintergrund unscharf. Das funktioniert offenbar ganz gut. Einige Schärfeverluste beim Motiv sind aber durchaus sichtbar. Trotzdem ist es eine gute Möglichkeit, das eigentliche Motiv vom Hintergrund freizustellen. Wird solch ein Bild in Lightroom auf dem iPad importiert, ist der Freistellungseffekt weg und es sieht aus, wie das zweite Bild in diesem Artikel.

Das folgende Foto ist wieder im Portraitmodus mit der Einstellung Studiolicht fotografiert worden:

Ich kann nur wenige Unterschiede zum Bild davor erkennen. Die Skulptur erscheint vielleicht einen Tick heller als im Bild davor.

Gespannt war ich auf die Einstellung Konturenlicht. Hier hatte ich mir einen deutlichen Effekt erhofft, wurde aber leider enttäuscht:

Die Konturen sind vielleicht einen Tick besser betont, als in dem Bild davor. Für mich ist der Effekt aber kaum sichtbar.

Deutlicher und viel besser in Szene gesetzt ist aber der Effekt Bühnenlicht, der die Figur deutlich sichtbar beleuchtet und fast komplett vor dem Hintergrund freistellt:

Wie gut das bei komplizierteren Modellen, z.B. mit fliegenden Haaren funktioniert, muss ich noch ausprobieren.

Den gleichen Effekt gibt es auch noch mal in Schwarz/Weiß:

Auch das sieht ganz hübsch aus. Selbst die Schatten unter dem Kinn und der Nase sind gut simuliert. Es ist schon beeindruckend, was heute mit der Software eines Smartphones automatisch generiert werden kann.

Den Panoramamodus habe ich auch noch ausprobiert. Dabei wird das iPhone im Portraitmodus geschwenkt und setzt dann automatisch ein Panorama aus Einzelbildern zusammen.

Das funktioniert offenbar ganz zufriedenstellend.

Es gibt außerdem noch einen HDR-Modus, der automatisch zwei unterschiedlich belichtete Bilder zusammensetzt. Den habe ich gestern noch verzweifelt gesucht, bis ich entdeckt habe, dass es in den Einstellungen der Kamera-App den Modus Auto-HDR gibt. Ist der aktiviert, ist das Menü HDR in der Kamera-App nicht mehr vorhanden. Anders, als bei der mobilen Version von Lightroom CC werden hier aber nicht zwei RAW-Fotos kombiniert, sondern zwei komprimierte Bilder.

Zum Abschluss habe ich noch einmal zwei Bilder bei schlechtem und ganz schlechtem Licht mit und ohne Blitz gemacht, um einen Eindruck über das Rauschverhalten des Sensors des iPhone 8 Plus zu bekommen.

Das Bild wurde mit der Weitwinkel-Kamera aufgenommen. Da sie eine höhere Lichtstärke als die Telekamera hat, ist sie für Aufnahmen bei schlechtem Licht besser geeignet. Mit den Einschränkungen eines Weitwinkels (wie hier deutlich zu sehen), muss man dann halt leben. Das Bildrauschen hält sich hier für eine Smartphone-Kamera noch gut in Grenzen. Auch der Dynamikumfang ist noch akzeptabel. Das Bild wurde mit ISO 200 aufgenommen. In den meisten dunklen Flächen ist noch Zeichnung zu erkennen.

Dann ging es in den Keller, um die Kamera fast bei Dunkelheit mit dem eingebauten Blitz zu testen.

Deutlich ist zu sehen, dass der Blitz in Kopfhöhe ausleuchtet und einen leicht rötlichen Ton an der Wand erzeugt. Der Blitz ist also für Gesichter optimiert und in seinem Wirkungsradius stark begrenzt.

Alles in allem ist die Kamera des iPhone 8 Plus durchaus gelungen und schon fast als Ersatz für eine Kompaktkamera geeignet. Zum Festhalten qualitativ guter Bilder als Erinnerung für das Familienalbum ist sie allemal ausreichend.

Es gäbe noch einiges über die Kamera-App des iPhones zu schreiben, z.B. über die mitgelieferten Live-Effekfilter, Live-Fotos oder die Videofunktionen. Aber das sollte erst einmal genügen.

Wenn Ihr mal Bilder von Euch mit einer professionellen Kamera wollt, dann kommt bei mir im Studio vorbei. Shootings gibt es nach Terminabsprache. Auch am Wochenende oder bei Euch zu Hause.

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Lightroom Classic CC und Lightroom CC gemeinsam nutzen

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Gerade habe ich etwas mit den beiden Lightroom-Varianten herumgespielt. Mir stellte sich die Frage, ob ich beide Programme parallel nutzen kann. Vor allen Dingen: Was passiert bei der Synchronisation?

Lightroom Classic CC nutzt zur Organisation von Sammlungen Sammlungssätze. Diese können hierarchisch organisiert werden. Allerdings wird diese Hierarchie nicht in Lightroom CC abgebildet. Wenn ich für eine Sammlung in Lightroom Classic CC die Synchronisation mit Lightroom Mobile aktiviere, erscheint die Sammlung in Lightroom CC auf der obersten Ebene. Ich kann aber diese Sammlung in Lightroom Mobile in einen Ordner verschieben. Dies hat keine Auswirkungen auf die Einordnung der Dateien und der Sammlung selbst in Lightroom Classic CC.

Wenn ich in Lightroom CC eine Sammlung anlege, erscheint sie in Lightroom Classic CC im Sammlungssatz Von Lr Mobile. Auch hier kann ich diese Sammlung in die Hierarchie von Lightroom Classic CC einordnen, ohne das dies Auswirkungen auf die Ordnerstruktur in Lightroom CC hätte.

Was passiert aber mit den Dateien selbst? In Lightroom Classic CC kann ich einen Speicherort für die Dateien von Lightroom CC angeben – und zwar unter Voreinstellungen -> Lightroom CC -> Ort. Dort gebe ich den Speicherort der Lightroom CC-Dateien an und ob Unterordner genutzt werden sollen.

Ich kann aber auch meine bisherige Ordnerstruktur in Lightroom nutzen und Dateien, die sich in dem Sammlungssatz Von Lr mobile befinden, in meine eigene Ordnerstruktur verschieben. Dann werden diese Dateien aus dem Speicherort für die Lightroom CC-Dateien zu meinem eigenen Speicherort verschoben. Egal, ob ich das tue oder nicht: Dies hat keine Auswirkungen auf die Synchronisation mit Lightroom CC. Die Dateien liegen immer zweifach, lokal und in der Cloud, vor.

Ich kann also Lightroom CC und Lightroom Classic CC parallel nutzen. Allerdings muss ich dann die Ordnerhierarchie in beiden Programmen pflegen. Resultat ist dann, dass ich einen Katalog in der Cloud und einen Katalog lokal habe. Genauso verhält es sich mit den Dateien, die synchronisiert werden. Auch diese liegen dann lokal und in der Cloud vor, was zwar den doppelten Speicherplatz verbraucht, aber auch eine zusätzliche Sicherungskopie bedeutet. Außerdem kann ich alle Funktionen von Lightroom Classic CC nutzen und habe trotzdem in Lightroom CC eine sauber strukturierte Ordner-Hierarchie.

Ideal ist diese Lösung nicht. Besser wäre, wenn Adobe es schaffen würde, eine App mit den Vorteilen beider Lightroom-Versionen herauszubringen. Der jetzige Zustand schafft nur Unsicherheit und Verwirrung. Aber was nicht ist, kann ja noch kommen…

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